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Trinität - Gott in Beziehung denken und glauben


Sehr geehrte Religionslehrerinnen und Religionslehrer,
die HA Schule/Hochschule im Erzbischöflichen Generalvikariat Köln und  das Institut für Lehrerfortbildung in Essen-Werden möchten Sie recht herzlich zur gemeinsamen Tagung nach Steinfeld einladen.

Laut Kernlehrplan für die Sekundarstufe II stellt die „Rede vom trinitarischen Gott [… das] Spezifikum des christlichen Glaubens und [so zugleich eine] Herausforderung für den interreligiösen Dialog“ dar.  In der Tat erscheint die Plausibilität der zentralen Vorstellung einer göttlichen „Dreieinigkeit“ heute mehr denn je erklärungsbedürftig. Der Verdacht, entweder einem geheimnisvollen theologischen Sprachspiel zu folgen oder gar den Eingottglauben zu relativieren, kommt auf. Inwiefern kann vor diesem Hintergrund gezeigt werden, dass der Glaube an den dreipersonalen Gott die ´Herzmitte´ des christlichen Glaubens darstellt, aus der heraus dieser als Ganzer und in all seinen Teilbereichen begriffen und gelebt werden kann? Wie kann dazu ein erfahrungsbezogener Zugang vermittelt und zugleich seine Relevanz für „das Praktische“ (Kant) aufgezeigt werden? Die Steinfeldtagung 2018 widmet sich - wie immer mehrperspektivisch - diesem scheinbar so abstrakten Thema, sucht seine theologische und existentielle Bedeutung auszuweisen und zugleich ästhetische Dimensionen zu erschließen. So wird der Psychotherapeut und Psychoanalytiker Dr. Dieter Funke ein psychodynamisches Konzept der Trinität vorstellen, das zugleich neue theologische Perspektiven eröffnet. Die theologische Grundlegung und Profilierung des Themas - u.a. im interreligiösen Kontext - erfolgt dann durch den Systematiker Prof. Dr. Klaus von Stosch von der Universität Paderborn. Einen besonderen musischen Zugang bietet die Performance dreier Tänzerinnen unter der Leitung von Prof. Nadia Kevan, Dozentin für Körperbewusstsein und Bewegungslehre an der Folkwang Universität der Künste in Essen-Werden.

Im Anschluss an die Fachvorträge werden Arbeitskreise Impulse zur unterrichtspraktischen Umsetzung der Thematik nach Maßgabe des Kernlehrplanes SeK II vorstellen.

 
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Referenten: Prof. Dr. Klaus von Stosch;
                     Dr. Dieter Funke;
                     Prof. Nadia Kevan  

Tagungsleitung: PD Dr. Paul Platzbecker, IfL / Dr. Raimund Litz, Köln
Tagungsort: Salvatorianer Kloster, Kall-Steinfeld  
 
   
Montag, 7. Mai 2018
Bis 15.00 Uhr   Anreise und Kaffee  
15.30 Uhr Schülerkapelle   Christoph Westemeyer, EGV Köln, PD Dr. Paul Platzbecker, IfL
Begrüßung und Einführung in die Veranstaltung  
15.45-18.00 Uhr 1. Arbeitseinheit: Dr. Dieter Funke
Schülerkapelle Einheit - Zweiheit - Dreiheit: Triadisches Denken - Psychoanalytische Erkundung zur Trinität  
 
18.00 Uhr Abendessen
19.15-20.45 Uhr 2. Arbeitseinheit: Prof. Nadia Kevan
Schülerkapelle  "Orkha" - eine Tanzperformance von Nadia Kevan für drei Tänzerinnen und Tänzer und einen Kirchenraum 

Ab 20.45 Uhr Geselliges Beisammensein im „Schafstall“
   
  Dienstag, 8. Mai 2018
07.30 Uhr Laudes in der Kapelle
08.00 Uhr Frühstück
09.00-12.15 Uhr 3. Arbeitseinheit: Prof. Dr. Klaus von Stosch 
Schülerkapelle Grundlegung und Profilierung des trinitarischen Glaubens
1) Trinität als denkerische Verantwortung eines Erfahrungszeugnisses
2) Trinität im interreligiösen Dialog
   
12.15 Uhr Vorstellen der Arbeitskreise  
12.30 Uhr Mittagessen
14.00 Uhr Kaffee
14.30-17.30 Uhr   Arbeitskreise     
  Arbeitskreis 1:
Dr. Benedikt Gilich, Ursula von Thadden
Texte zur Trinitätstheologie mit Schülerinnen und Schülern erfolgreich lesen 
Bei der Thematisierung der Trinitätslehre spitzt sich ein zentrales Problem des Religionsunterrichts der Sek. II zu: Können anspruchsvolle theologische Texte im Unterricht gewinnbringend eingesetzt werden? Wenn ja, wie? Im Sinne eines sprachsensiblen Religionsunterrichts will der Workshop an Textbeispielen aktueller Lehrwerke (z.B. Vernünftig glauben/ sensus Religion) Möglichkeiten aufzeigen, SuS zu einer erfolgreichen Auseinandersetzung mit theologischen Quellen zu motivieren und zu befähigen. Dabei sollen auch digitale Hilfsmittel vorgestellt werden. Die TeilnehmerInnen werden daher gebeten, wenn möglich auf Ihren Smartphones/ Tablets vorab die App „Biparcours“ und einen QR-Scanner zu installieren. 
  Arbeitskreis 2:
Roswit Glaubitz
"Gelobet sei der Herr, mein Gott" BMV 129 - eine Bach-Kantate im Religionsunterricht
Was haben Trinität und Gesang gemeinsam? Bei beidem handelt es sich um ein Beziehungsgeschehen. Biblisch gesprochen ist der Gesang eine Urform der Doxologie; er hat eine dialogische Intention, denn das, was uneinholbar ist, wird besungen. Im Mittelpunkt dieses Arbeitskreises steht eine von Bachs Kantaten, die als „klingende Predigt“ angelegt sind und eine reflektierte theologische Deutung widerspiegeln.
  Arbeitskreis 3:
Barbara Beier, N.N.
Trinität im Religionsunterricht?! Theologische und Religionspädagogische Anregungen (Arbeitstitel)
  Arbeitskreis 4:
Jürgen Tenten
Fragmente zur Trinitätslehre - Das Gebet zum dreifaltigen Gott als Zentrum des christlichen Glaubens - Impulse für den Unterricht aus liturgischem Vollzug und dogmatischer Reflexion
  Arbeitskreis 5:
Ursula Heine
Jesu Tod am Kreuz – Skandal und doch Heilsereignis
Vorstellung eines Unterrichtsvorhabens zu Deutung en des Todes Jesu für die Jgst. 11/12
17.30 Uhr Abendessen
18.30 Uhr


Anschl.
Eucharistiefeier in der Basilika
Zelebrant: P. Christian Modemann SJ
Im Anschluss: Orgelmusik mit Andreas Warler
Gemütliches Beisammen sein im "Schafstall"

                                  Mittwoch, 9. Mai 2018                                                                                                                               
7.30 Uhr Laudes
8.00 Uhr Frühstück und Räumen der Zimmer
09.00 Uhr Block II (Wechsel der Arbeitskreise)
11.30 Uhr Rückblick auf die Tagung und Ausblick auf ‚Steinfeld 2019‘ (Speisesaal)  
12.00 Uhr   Mittagessen
13.00 Uhr   Ende der Tagung