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40. PÄDAGOGISCHE WOCHE
24. BIS 28. OKTOBER 2022
IM MATERNUSHAUS


"Im Angesicht des Anderen. Christsein ins Gespräch bringen in einer säkularen Welt"

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen!

ganz herzlich laden wir Sie mit dem vorliegenden Programm zur 40. Pädagogischen Woche ein, der wir in diesem Jahr das Thema aufgegeben haben ‚Im Angesicht des Anderen. Christsein ins Gespräch bringen in einer säkularen Welt‘.

Wie sieht ein Gespräch von Christsein und (oder in) säkularer Welt aus, wie hört es sich an? „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände.“, so beginnt das Konzil programmatisch seine Pastoralkonstitution ‚Gaudium et Spes‘. Das ist zunächst ein Aufruf an die Kirche: Hört den Menschen zu! Lasst sie in euren Herzen widerhallen! Und andersherum: Erzählt den Menschen von der Hoffnung, von der Freude, die euch erfüllt (vgl. 1 Petr 3,15).

Wir als Christinnen und Christen haben etwas zu erzählen, weil wir in der Welt immer auch über die Welt, über alles Anfassbare, Messbare, Zählbare hinaus glauben, hoffen und lieben. Die Würde des Menschen, die Gemeinschaft, die Verantwortung füreinander – sie gehen über Tod und Ende hinaus. Wir als Christinnen und Christen haben aber auch etwas zu hören: Hoffnungsentwürfe und Sinnstiftungen ohne Gott, Anfragen an Macht und Missbrauch. Wenn Menschen mit Überzeugungen miteinander sprechen, werden sie voneinander lernen. Wenn sich Menschen ernst und offen gegenübertreten, werden sie im Angesicht des Anderen auch sich selbst neu sehen lernen. Das ist nicht nur in Krisenzeiten der Fall, aber vielleicht noch einmal besonders.

Eine Begegnung, ein Gespräch wird Fragen hinterlassen. Was ist anders am Anderen? Woraus lebt, denkt, glaubt er anders oder nicht anders als ich? Was lerne ich über mich und meinen Weg? Christsein wird sich im Gespräch in der säkularen Welt von dieser (immanenten) Perspektive neu hinterfragen lassen müssen. Und das Säkulare mag sich von der (transzendenten) Perspektive des Christentums die Frage nach Hoffnung und Sinn neu stellen lassen. Hinterfragen, sich hinterfragen und sich hinterfragen lassen – es ist Zeichen der Zeit, dies zu tun.

Die 40. Pädagogische Woche möchte Lehrerinnen und Lehrern Anregungen geben, Perspektiven öffnen, in ihrem Unterricht, sei es im Religionsunterricht, an einer Katholischen Schule oder auch in schulpastoralen Angeboten das Gespräch zu ermöglichen, zum Gespräch zu motivieren.Vielleicht werden die Schülerinnen und Schüler selbst schon die säkulare Perspektive einbringen, vielleicht muss sie auch gemeinsam neu gefunden werden. So oder so aber ermutigt die Weitung der Perspektive mit unseren Schülerinnen und Schülern auch uns, das Eigene zu hinterfragen, neu wahrzunehmen und sich dessen bewusst zu werden, was uns erfüllt: „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“.

In diesem Jubiläumsjahr freuen wir uns sehr, dass der renommierte Freiburger Theologe und Religionssoziologe Prof. Dr. rer. soc. habil. Dr. theol. Michael N. Ebertz mit einem Festvortrag in dieses entscheidende Thema hineinführen wird. Auch freuen wir uns, dass wir für die Hauptreferate der Woche Herrn Diakon Tobias Wiegelmann, Herrn Prof. Dr. Aaron Langenfeld von der Theologischen Fakultät Paderborn, Herrn Prof. Dr. Ulrich Kropac von der Katholischen Universität Eichstätt / Ingolstadt sowie Herrn Michael Mingenbach, Schulleiter am Elisabeth-Gymnasium in Halle an der Saale, haben gewinnen können. Sie werden uns neue Perspektiven schaffen und uns hinterfragen lassen.

Ihnen sowie den weiteren Referentinnen und Referenten vor allem für die vielen schulpraktischen Arbeitskreise danken wir sehr für ihr Engagement und ihre Bereitschaft zur Mitwirkung.

Die Tagung findet in bewährter Kooperation mit dem katholischen Institut für Lehrerfortbildung (IfL) statt.
Wir würden uns sehr freuen, Sie bei der Pädagogischen Woche begrüßen zu dürfen und laden Sie herzlich dazu ein!

Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke                  Christoph Westemeyer
Hauptabteilungsleiterin                                    Abteilungsleiter


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Wichtige Hinweise!

Anmeldung möglichst bis Montag, 17.Oktober 2022

Lehrerinnen und Lehrer, die an der Pädagogischen Woche teilnehmen möchten, werden gebeten, einen Antrag auf Sonderurlaub zu stellen. Die staatliche Schulaufsicht ist informiert.
Die Tagungsgebühr beträgt pauschal 10,00 €, für Referendarinnen und Referendare 5,00 €. Wir bitten darum, den Betrag zu Beginn des jeweiligen Tages am Tagungsbüro in bar zu entrichten.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass aufgrund des pauschalierten Kostenbeitrages keine Erstattungen erfolgen können, wenn einzelne Leistungen nicht in Anspruch genommen werden.

Bitte beachten Sie die zum Zeitpunkt der Veranstaltung jeweils geltenden Regelungen zur Coronasituation. Diese werden auf der Homepage www.paedagogische-woche.de bereitgestellt.

Veranstaltungsort:
Maternushaus, Kardinal-Frings-Str. 1-3, 50668 Köln

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