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37. PÄDAGOGISCHE WOCHE
07. BIS 11. OKTOBER 2019
IM MATERNUSHAUS


GottFeiern in unselbstverständlichen Zeiten


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen!

GottFeiern in unselbstverständlichen Zeiten“ – so haben wir die Pädagogische Woche und die Hefte der ‚Impulse‘ in diesem Jahr überschrieben. Ein komplexer Titel: Was bedeutet Gott feiern bzw. was sind „GottFeiern“? Was sind „unselbstverständliche Zeiten“?

Mit einer Gottfeier assoziieren wir zunächst liturgisches Feiern, Gottesdienste. Zugleich aber spielt das Feiern in unserem Leben auch außerhalb der Liturgie eine wichtige Rolle – und Gott auch. Wenn wir feiern, dann übersteigen wir den Alltag; wir investieren in eine Feier mehr, als in unserem alltäglichen Leben, mehr Geld, mehr Zeit, mehr Sorgfalt… Wenn wir von GottFeiern sprechen, dann bezieht es sich auf die Momente, in denen Gott – den Alltag überschreitend – in unserem Leben spürbar da ist und in denen die Wirklichkeit, das, was uns umgibt, seine jeweiligen Begrenzungen transzendiert und für Gott transparent wird. Solche GottFeiern erfordern auch mehr ‚Investment‘. Ein solches geschieht in besonderer Weise in liturgischen Formen, in sakramentlichen Feiern, aber auch darüber hinaus z.B. in Erfahrungen der Zuwendung oder Gemeinschaft.

Gott feiern ist bzw. GottFeiern sind unselbstverständlich. Das liegt zum einen daran, dass zunehmend weniger Menschen religiös sozialisiert oder geprägt wurden, dass für sie zunehmend weniger eine lebendige Gottesbeziehung selbstverständlich ist. Bemerkbar macht sich dieser Befund etwa an der Wahrnehmung der christlichen Feiertage: Werden Christi Himmelfahrt und Fronleichnam als eigene Feste gefeiert oder sind sie Anlass für Kurzferien über die Brückentage? Welche Bedeutung spielt die Weihnachtsgeschichte für unsere weihnachtlichen Rituale – „heiliger Ballast“ oder Ausdruck einer Sehnsucht, wie ein zeitgenössisches Lied zu erkunden sucht.

Es wäre falsch, angesichts dieser zunehmenden Unselbstverständlichkeit Kulturkritik zu üben. Vielmehr zwingen unselbstverständliche Zeiten dazu, die eigenen Überzeugungen, Rituale, Feste jenseits aller Selbstverständlichkeiten neu in den Blick zu nehmen. Und das ist auch die Idee der Pädagogischen Woche 2019: Angesichts zunehmender Unselbstverständlichkeiten das Eigentliche, den Kern christlichen Feierns, christlichen Lebens neu zu entdecken bzw. in Schule und Religionsunterricht neu entdecken zu lassen. Dazu laden wir Sie herzlich ein.

Wir freuen uns, dass am Montag Herr Jürgen Kaube, Herausgeber der Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) mit einem Festvortrag die Pädagogische Woche eröffnen wird. Für die Hauptreferate der Woche haben wir Prof. Dr. Andreas Odenthal, Liturgiewissenschaftler an der Universität Bonn, Dr. Matthias Korten vom Institut für Lehrerfortbildung, PD Dr. Thomas Fößel, Fundamentaltheologe in Bonn und Lantershofen, sowie Prof. Dr. Ulrich van Loyen vom Lehrstuhl für Medienwissenschaft und Medientheorie an der Universität Siegen, gewinnen können. Ihnen und den weiteren Referentinnen und Referenten der jeweiligen Arbeitstage danken wir sehr für ihre Bereitschaft zur Mitwirkung an der Pädagogischen Woche.

Auch die diesjährige Pädagogische Woche findet in bewährter Kooperation mit dem katholischen Institut für Lehrerfortbildung (IfL) statt.

Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein!

Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke                  Christoph Westemeyer
Hauptabteilungsleiterin                                    Abteilungsleiter


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Wichtige Hinweise!


Lehrerinnen und Lehrer, die an der Pädagogischen Woche teilnehmen möchten, werden gebeten, einen Antrag auf Sonderurlaub zu stellen. Die staatliche Schulaufsicht ist informiert.

Die Tagungsgebühr beträgt pauschal 10,00 €, für Referendarinnen und Referendare 5,00 €. Wir bitten darum, den Betrag zu Beginn des jeweiligen Tages am Tagungsbüro zu entrichten.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass aufgrund des pauschalierten Kostenbeitrages keine Erstattungen erfolgen können, wenn einzelne Leistungen nicht in Anspruch genommen werden.

Veranstaltungsort:
Maternushaus, Kardinal-Frings-Str. 1-3, 50668 Köln

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